Mise en placeProzessKüche®

Wissen für Gastgeber

Was ist eine Prozessküche? Das Küchenkonzept einfach erklärt

Eine Prozessküche ist eine Profiküche, die nicht nach Posten, sondern nach Arbeitsabläufen organisiert ist. Vorbereitung, Garen und Anrichten werden zeitlich und räumlich so geplant, dass weniger Hände mehr schaffen. Die Mise en place ProzessKüche® ist das Konzept, mit dem über 100 Betriebe in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden heute kochen.

Kurz erklärt

Prozessküche: die Definition

Kurz gesagt: Die Mise en place ProzessKüche® ist eine personalreduzierte Produktionsküche. Produktion und Service sind zeitlich entkoppelt: Komponenten werden gebündelt vorproduziert, schnell gekühlt oder schockgefrostet und im Service nur noch frisch fertiggestellt (Finishing). Garprogramme sorgen dafür, dass auch angelernte Mitarbeiter gleichbleibende Qualität liefern.

In einer klassischen Küche ist die Arbeit nach Posten verteilt: Saucier, Entremetier, Gardemanger, jeder an seinem Platz. Das funktioniert nur, wenn jeder Posten im Service mit einer erfahrenen Fachkraft besetzt ist. Eine Prozessküche denkt anders herum. Sie zerlegt jedes Gericht in Arbeitsschritte und fragt bei jedem Schritt: Wann ist der beste Zeitpunkt dafür, wo passiert er, und welches Gerät kann ihn zuverlässig übernehmen? So entsteht eine Küche, in der die meiste Arbeit vor dem Service erledigt ist und im Service nur noch fertiggestellt und angerichtet wird.

So funktioniert eine Mise en place ProzessKüche®

1. Produktion in ruhigen Phasen

Die perfekte Vorbereitung ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Service. Saucen, Beilagen, Fleisch, Fisch und Gemüse werden in ruhigen Zeiten in großen Chargen produziert, mit festen Garprogrammen statt Bauchgefühl. Das spart Arbeitszeit, Energie und Ware.

Der Clou ist der Rhythmus: Fleisch und Fisch werden etwa einmal im Monat produziert, zum Beispiel 250 Portionen Lachs auf einmal, und schockgefrostet. Frische Komponenten wie Gemüse entstehen alle 4 bis 7 Tage. So muss nicht jedes Produkt mehrmals pro Woche angefasst und neu vorbereitet werden. Genau das kostet in klassischen Küchen die meiste Zeit.

2. Kühlen, frosten, lagern: der FrischeHeld

Der FrischeHeld Produktion ist das Herzstück der Vorproduktion: Er kühlt schnell von +85 °C bis −40 °C, frostet schock, hält warm, gart über Nacht im Langzeitgaren, taut kontrolliert auf und gart Sous-vide. So bleiben Qualität, Geschmack und Sicherheit der Komponenten erhalten.

Im Service liegt alles in der FrischeHeld Arbeitsstation direkt am Arbeitsplatz. Beide Schubladen lassen sich unabhängig voneinander auf Plus oder Minus stellen. Gegart wird daneben im Combi, angerichtet am Pass. Der Weg quer durch die Küche fällt im Service weg.

3. Einfache Bedienung

Die Werkzeuge sind so simpel, dass jedes Teammitglied sie sofort bedienen kann. Neue Mitarbeiter sind schnell eingearbeitet, und Ausfälle bringen den Service nicht mehr ins Wanken.

4. Entspannt am Pass

Im Service wird nur noch fertiggestellt und angerichtet. Auch eine volle Terrasse wird ohne Einspringer abgefangen, mit gewohnt schnellen Servicezeiten.

Weniger Laufwege, weniger Stress

Wie groß der Unterschied ist, zeigt eine Modellrechnung für einen Abend mit 150 Essen zwischen 17 und 22 Uhr:

Klassische PostenkücheMise en place ProzessKüche®
Köche im Service42
Laufweg pro Kochrund 3 kmrund 1 km
Laufweg aller Köche zusammenca. 12 kmca. 2 km

Weniger Wege bedeuten weniger Ermüdung, weniger Fehler und mehr Zeit für das, worauf es ankommt: den Teller.

Keine Convenience: Sie produzieren selbst

Ein häufiges Missverständnis: Vorproduzierte Komponenten sind keine Fertigprodukte. In der Mise en place ProzessKüche® kochen Sie Ihre Saucen, Ihr Gemüse, Ihr Fleisch und Ihren Fisch selbst, aus Ihren eigenen Zutaten und nach Ihren eigenen Rezepten. Sie produzieren nur klüger: gebündelt, gekühlt und im Service frisch fertiggestellt.

Die Vorteile einer Prozessküche

Für wen lohnt sich eine Prozessküche?

Ab etwa 30 Essen am Tag. Ob Hotel, Restaurant, Gasthaus, Kita, Kantine, Klinik, Biergarten oder Sternegastronomie spielt keine Rolle. Die Küche wird für Ihren Betrieb geplant, nicht von der Stange. Einen ausführlichen Vergleich mit anderen Küchensystemen finden Sie unter Küchensysteme im Vergleich.

So läuft die Umstellung ab

  1. Küchen-Check: Vier kurze Fragen zu Ihrem Betrieb. Wir melden uns telefonisch und klären, ob eine Mise en place ProzessKüche® für Sie Sinn ergibt.
  2. Betriebsbesichtigung: Essen in einem Kundenbetrieb, danach Blick in die Küche im laufenden Service.
  3. Küchen-Potenzial-Analyse: Unser Experte analysiert Ihren Betrieb: Kulinarik, Logistik, Räume, Personal und Zahlen. Sie bekommen Einsparungen, Personaleinsatz und Investition schwarz auf weiß.
  4. Planung, Training, Montage: Ihr Team wird vorab geschult, live und digital. Die Montage dauert 2 Tage, beim Neustart steht unser Trainer mit in der Küche.
  5. Training, das bleibt: Mit der MEP Kitchen Masterclass lernt Ihr Team weiter: über 35 Video-Lektionen, rund um die Uhr auf dem Handy.

Ein Kombidämpfer allein spart keinen Koch

Ein neuer Combi gart besser, aber er bereitet nicht vor, besetzt keinen Posten und richtet nicht an. Personal spart erst eine Küche, die als Ganzes anders organisiert ist: Vorproduktion, Kühlung, kurze Wege, Garprogramme und frisches Finishing. Warum ein Gerät allein Ihr Personalproblem nicht löst

Was die Mise en place ProzessKüche® für Ihren Betrieb leistet

Hören Sie es von unseren Kunden: 26 Kundenvideos ansehen

Erst essen. Dann in die Küche.

Erleben Sie eine Mise en place ProzessKüche® im laufenden Service: in einem Betrieb in Ihrer Region oder in unserer Faktorei 21 am Duisburger Innenhafen, mit einem unserer Experten für Küchenperformance an einem Tisch, ganz unverbindlich.

Küchen-Check starten Betriebsbesichtigung anfragen

Häufige Fragen zur Prozessküche

Was ist der Unterschied zwischen Prozessküche und Postenküche?

Die Postenküche verteilt die Arbeit auf feste Posten, die im Service alle besetzt sein müssen. Die Prozessküche organisiert die Arbeit entlang der Abläufe: Das meiste wird vorab produziert, im Service wird nur noch fertiggestellt und angerichtet. Dadurch braucht sie deutlich weniger Personal.

Kann ich in einer Prozessküche wirklich alles kochen?

Ja. Es gibt kein Gericht, das Sie in einer Mise en place ProzessKüche® nicht kochen können, vom Frühstücksbuffet bis zum Degustationsmenü.

Ist eine Prozessküche dasselbe wie Cook & Chill?

Nicht ganz. Cook & Chill und Cook & Freeze sind Verfahren, die die Mise en place ProzessKüche® als Bausteine nutzt. Dazu kommen frisches Finishing im Service, eine Küche mit kurzen Wegen, Garprogramme, Training und Plug-and-Play-Montage. Mehr dazu: Cook & Chill oder Prozessküche?

Sind die vorproduzierten Komponenten Fertigprodukte?

Nein. Sie produzieren alles selbst, aus Ihren eigenen Zutaten und nach Ihren Rezepten. Es gibt keine Convenience-Pflicht.

Muss ich meine Speisekarte vereinfachen?

Nein. Anders als bei vielen Produktionsküchen-Konzepten bleibt Ihre Karte Ihre Karte. Es gibt kein Gericht, das Sie in einer Mise en place ProzessKüche® nicht kochen können. Mehr dazu: Prozessküche und À-la-carte

Ab wie vielen Essen lohnt sich eine Prozessküche?

Ab etwa 30 Essen am Tag.

Wie lange dauert die Umstellung?

Die Montage dauert 2 Tage. Davor stehen Analyse, Planung und das Training Ihres Teams, damit der Neustart reibungslos klappt.

Wer hat die Mise en place ProzessKüche® entwickelt?

Die Mise en place Gastro Solutions GmbH & Co. KG aus Duisburg, mit über 25 Jahren Erfahrung aus echten Profiküchen.